Welpen - Züchterauswahl

Welpen - Züchterauswahl

Ein guter Züchter…

… hat nur einen Wurf (je nach Wurfgröße der Rasse auch zwei), den er mit viel Zeiteinsatz betreuen kann.

… zieht die Welpen in den ersten Wochen im Haus groß, damit ihr Hund vom ersten Tag an intensiven Kontakt zu Menschen hat. Später lässt er sie die natürliche Umwelt außerhalb des Hauses erforschen.

… hat nur wenige aktive Zuchthündinnen, denen er jeweils ein gutes Jahr Deckpause “gönnt” und die er nach dem achten Lebensjahr aus der Zucht “entlässt”.

… kann zu jedem seiner Welpen viel erzählen. Hören Sie gut hin, so können sie mit ihm zusammen aus dem Haufen süßer Pelzknäuel sicher “Ihren” Hund finden!

… hält sich an die Zuchtvorlagen seines Rassehundevereines

… erklärt Ihnen stolz, ausführlich und geduldig die dort geltenden (strengen) Rassezuchtbedingungen. Darunter sollte vorkommen:

  • Wesenstest = Wie belastbar sind die Elterntiere in Stressmomenten?
  • Arbeitstest = hier wurden die rassetypischen Anlagen überprüft,
  • zuchtrichterliche Bewertung = Das äußere Erscheinungsbild der Eltern wird nach dem im FCI festgelegten Rassestandard beurteilt,
  • gesundheitliche Gutachten = Untersuchungen auf Augen-, Gelenk-, sonstige Erkrankungen durch Fachtierärzte wurden durchgeführt.

… möchte Sie als Käufer unbedingt genauso gut kennen lernen. Der Grund: Nicht das sichere Kaufgeschäft ist ihm wichtig, sondern dass er für jedes “seiner” Hundekinder den passenden Menschen findet.


Welpenpreis

Eine Standartfrage vor der Anschaffung eines Welpen ist, was kostet der Welpe?

Sie können einen Welpen für 250 € aus dem Kofferraum eines Hundevermehrers oder für 1000 € (oder mehr) von einem seriösen Züchter erwerben. Was macht es für einen Sinn, einen Welpen – krank – für 250,— Euro zu kaufen, wenn man in den ersten vier Wochen 1.000,— Euro zum Tierarzt trägt? Das Ziel eines seriösen Züchters ist es, mittel- und langfristig zufriedene Welpenkäufer zu haben. Dafür erhalten Sie bei ihm einen gesunden, lebendigen, geimpften und entwurmten Welpen für Ihr Geld. Für sie sind die Hunde und die Hundezucht ein Hobby. Dem Gedanken des Hobbys widerspricht aber klar ein Gewinnstreben oder gar eine Gewinnoptimierung.

Die folgenden Aufstellungen sind nur als Beispiel zu verstehen, um Ihnen einen Eindruck zu vermitteln, welche Kosten anfallen können. Sie variieren sicher von Züchter zu Züchter und auch von Rasse zu Rasse.

  • Auswahl und Erwerb einer geeigneten Zuchthündin, Aufzuchtskosten dieser Hündin ( hochwertige Ernährung, regelmäßige Gesundheitschecks (entwurmen, impfen usw.), Leinen, Halsbänder, Körbchen, Spielzeug)
  • Beitrag Verein, Ausstellungen, Pflichtuntersuchungen des Vereins
  • Während der Trächtigkeit: Impfung, Ultraschalluntersuchung, möglicherweise Röntgen, spezielles Futter für die Hündin, Bau oder Kauf einer Wurfkiste, Anschaffung der Geburtsutensilien (Rotlichtlampe, Decken, Fliesunterlagen, Welpenmilch, medizinischer „Notfallkoffer“ usw.)

Hierbei kommen leicht einige tausend Euro zusammen.

Kosten pro Welpe:

1. Deckgebühr und Nebenkosten 125 €
2. Tierarztkosten Mutterhündin 50 €
3. Tierarztkosten Welpen (Entwurmung, Impfungen, …) 100 €
4. Futterkosten 150 €
5. Aufzuchtsnebenkosten 50 €
6. Welpenpapiere (Wurfabnahme, Ahnentafeln, Zuchtbuch) 125 €
7. Welpenpflegemittel 25 €
8. Gehörtest 75 €

Ca. 700 €

Die Liste ist unvollständig und berücksichtigt nicht alle Eventualitäten.


Da es sich bei vielen Züchtern um ein Hobby handelt, wird die Zeit nicht gerechnet, die mit den Welpen verbracht wird und die Beschäftigung mit ihnen (Auto fahren, schmusen, spielen, Geräusche aus der Umwelt) auch nicht.

Es ist schön, wenn sich die Kosten für ein Hobby tragen und mehr ist es in diesem Fall nicht. Viele Züchter haben nur 1 Wurf pro Jahr, aus reiner Liebhaberei und nicht, um davon zu leben. Die Hündinnen leben mit ihnen und nicht, damit sie nur Welpen bringen. Sie werden das ganze Jahr bestens versorgt, beschäftigt und geliebt!

Wenn Züchter oder Züchterinnen ihren Lebensunterhalt mit der Zucht bestreiten wollen- geht der Charakter der Hobbyzucht unweigerlich verloren.

Daraus folgt aber auch, dass, wenn der Züchter ihr Geld mit der Zucht verdienen wollen, kann nur verdient werden, wenn viele Hündinnen gehalten werden und bei dem Aufwand für einzelne Welpen gespart wird. Kein oder nur ein geringer Aufwand für die Gesundheit und Betreuung aufgebracht wird und die Papiere womöglich gefälscht oder gar nicht vorhanden sind. Wenn auf Moderassen umgestellt wird und Hunde regelrecht produziert werden, um schnellen Absatz zu gewährleisten. Dazu häufiges Decken der Mutterhündin und/ oder Züchter sogar soweit gehen und ihre Zuchthündin weggeben, wenn sie “ausgedient” hat, weil sie zukünftig nur noch ein Kostenfaktor wäre.