Beschäftigung

Tägliche Spaziergänge sind jedem Hundehalter selbstverständlich – doch werden diese Hund sowie Halter oftmals trist und langweilig.
Wir können die Uranlagen unserer Hunde nutzen, um den Hund richtig zu fördern.
Unsere Bouviers sind in vielen Sparten einsetzbar beim Breitensport, als Rettungshund und Zughund, vor dem Sacco-Car sowohl im Schutzhundesport etc.

Ihr Bouvier hat die Kraft eines Athleten aber selbst bei körperlicher Auslastung fehlt ihm dabei die zweite Komponente, die geistige Auslastung.
Bei der Kombination von körperlicher und geistiger Beschäftigung stärken Sie zudem die Bindung Ihres Bouv`s zu Ihnen.

Kleine Einheiten aus dem Erlernten können Sie sogar bei den Spaziergängen einstreuen, die dadurch auch noch spannender werden. Ihr Hund dankt es Ihnen, indem er Ihnen noch mehr Aufmerksamkeit schenkt – oft sogar in freudiger Lauerstellung.

Selbst wenn sich Ihr Hund einmal krankheitsbedingt nicht austoben darf, haben Sie die Möglichkeit, auch auf kleinstem Raum, z.B. mit der Gegegenstandssuche, ihn geistig auszulasten.

Finden Sie heraus, was Ihrem Hund liegt und was Sie selbst körperlich leisten können. Es geht ja nicht darum, Pokale zu gewinnen. Viel wichtiger dabei ist der Spaß für Sie als Team.

Nachfolgend sind einige Möglichkeiten aufgeführt, die zukünftig weiter ergänzt werden.


Der Bouvier als Zughund

Als in unserer Hundeschule ein Zughundekurs angeboten wurde, erinnerten wir uns an die Geschichte des „Bouvier des Flandres“ und entschlossen uns, mit Bella und Porthos eine Zughundeausbildung zu machen. Die beiden sollten lernen, einen Bollerwagen zu ziehen. Allerdings mußten wir warten bis Porthos 18 Monate alt war aber dann ging es los mit dem 2× 8 stündigen Zughundekurs.

In den ersten Unterrichtsstunden lernten sie die Grundkommandos zum Ziehen:
Stop, steh, voran oder weiter, rechts, links !

Der Bouvier als Zughund

Der nächste Schritt bestand darin, mit einem Übungsgeschirr und daran angebrachten Bändern, eine Kunststoffplane zu ziehen. Später wurde ein leichtes Gewicht auf dies Plane gelegt.
Die einzelnen Unterrichtstunden dauerten nicht länger als 20-30 Minuten, da es für die beiden doch sehr anstrengend war, sich so lange darauf zu konzentrieren !
Weil es ihnen scheinbar Spaß gemacht hat, besorgten wir uns eigene, vernünftige Zuggeschirre und einen Bollerwagen!
Für Porthos mußte ein Bollerwagen mit Gestänge her, denn es war unmöglich, ihn in/ unter diesen Bügel zu bekommen.

Der Bouvier als Zughund

Nach einigen weiteren Übungsstunden auf dem Schulgelände nur mit Geschirr und Gestänge und später mit angehängtem Wagen, ging es dann erstmals ins Gelände und auf öffentliche Straßen.
Das war anfangs sehr anstrengend, da unsere Hunde durch die Umweltreize, wie Autos und andere Hunde, doch sehr nervös waren. Nach einigen weiteren Stunden normalisierte sich das aber und inzwischen machen sie das ganz entspannt!
Wir hatten gehört, daß Bouviers bis zum 8-fachen ihres Körpergewichts ziehen können aber so stark belasten wir sie natürlich nicht! Porthos lassen wir ca. 40-50 kg ziehen und Bella nicht mehr als 30 kg.

Diese eher gemütliche Hundesportart eignet sich sehr stark zur Festigung der Bindung zwischen Hund und Mensch , ist gut als Unterordnungsübung (stopp,steh, weiter usw.) und stärkt die Muskulatur ungemein! Man sieht z.B. einen großen Unterschied im Bewegungsablauf, speziell bei den Hinterläufen, ob man ohne oder mit Gewicht geht oder wenn es bergauf geht !
Die Hunde müssen sich bei der Zugarbeit konzentrieren und mitdenken. So reagieren sie inzwischen schon selbstständig auf Hindernisse im Weg und checken ab, ob sie z. B. an dem Pfahl vorbeikommen oder nicht.


Nasenarbeit

Hunde sind Nasentiere (Makrosmatiker), d. h. sie orientieren sich stark mit ihrem Geruchssinn.

Hunde schnuppern, schnüffeln, wittern, riechen. Sie verfolgen während eines Spazierganges Spuren von anderen Hunden, Wildtieren, Menschen.
Sie schnuppern an Hunden und an Markierungen anderer Hunde.
Hunde stöbern mit der Nase nach Freßbarem. Sie beriechen sich gegenseitig. Fast immer ist die Nase aktiv.
Für den Hund gehört der Einsatz des Geruchssinns zum Alltag – in der Natur ist er überlebenswichtig.
Seit vielen Jahren nutzt der Mensch den herausragenden Geruchssinn des Hundes: Jagdhund, Rettungshund und Spürhund sind nur einige Beispiele.

Der heutige Familienhund, ist was seine Nasen – Fähigkeit angeht, häufig unterfordert.
Bällchen spielen, Hürden hopsen, Unterordnung, Dogdancing u.v.a. werden dem Hund vermittelt.
Seine – für den Menschen nur schwer verständliche – Geruchswelt wird nur selten gefördert oder gar genutzt.
Viele Hundebesitzer wissen gar nicht, zu welch herausragender Nasenleistung der eigene Hund fähig ist.
Dabei gibt es schöne Beschäftigungsmöglichkeiten, die den Hund in seinen natürlichen Trieben fordern und auslasten:
weitere Informationen unter www.nasenarbeit.de mit freundlicher Genehmigung von Susanne Langer


Leckerchen-Spiele und Nasenarbeit

Leckerchen-Spiele und Nasenarbeit

Den meisten Hunden bereiten Leckerchen-Spiele sehr viel Spaß.
Sie sind eine gute Beschäftigungsmöglichkeit, wenn Sie mal nicht so viel Zeit für Ihren Vierbeiner haben oder ihr Hund durch Krankheit oder Verletzung sich körperlich sich nicht austoben darf.
Beides hat viele positive Nebeneffekte: zum Beispiel dann, wenn Ihr Schnüffler sein Riechorgan einsetzen muss, um an sein Essen zu kommen.
“Nasenarbeit” sorgt für glückliche, ausgelastete und ausgeglichene Hunde und schult außerdem die Konzentrationsfähigkeit Ihres Vierbeiners.
Gerade wer einen Hund mit kribbeligem, unruhigen Wesen hat , wird die Nasenarbeit zu schätzen wissen.
Wilde Spiele mit Bällchen, Stöckchen und Co., putschen den Hund auf ! ,die Nasenarbeit erfordert höchste Konzentration beim Hund.
Sie als “Herrchen” oder “Frauchen” werden schnell merken, dass ihr Hund ruhiger und ausgeglichener wird.
Leckerchen-Spiele, bei denen Ihr Hund nicht so sehr die Nase einsetzen muss, dafür aber kauen und auspacken muss, befriedigen das Kaubedrüfnis, das jeder Hund hat.

Leckerchen-Spiele schützen nicht nur bei Welpen vor Zerstörungsattacken auf Mobiliar, Tapeten und Teppiche. denn wenn Ihr Hund dann noch sein Gehirn einsetzen muss, um an die Leckerbissen heranzukommen, entwickelt er sich vielleicht zu, einem kleinen Einstein.


Leckerchen werfen und erschnüffeln

Einfaches Spiel mit großer Wirkung: Sie werfen eine Handvoll Leckerchen und Hund darf sie vom Boden aufsammeln.
Die Schwierigkeitsgrade lassen sich dabei beliebig steigern: Leckerchen auf dem buntgemusterten Teppich (es müssen ja keine klebrigen Wurststückchen sein) oder auf dem Schiffsboden-Parkett sind schwerer zu finden als auf dem zumeist einfarbigen Küchenfußboden.
Geben Sie Ihrem Hund die Möglichkeit, sich auf diese Weise ab und an mal eine ganze Mahlzeit zu erarbeiten!
Hinterher wird er zufrieden und erschöpft sein.
Auch, wenn Sie fortgehen und Ihr Hund alleine zuhause bleibt erleichtern Sie ihm mit einer Schnüffelaufgabe, wenn Sie Haus oder Wohnung verlassen, die Trennung.


Obedience

Die Hundesportart Obedience
… ist etwa vergleichbar mit der Dressur beim Reiten. Ziel ist die freudige, harmonische, perfekte Zusammenarbeit von Hund und Hundeführer. Obedience ist keine Ausbildungsmethode und auch nicht, wie fälschlich weit verbreitet ist, die hohe Schule der Unterordnung. Ein Obediencehund arbeitet nicht untergeordnet. Diese Hundesportart wird ausschließlich mit positiver Motivation durchgeführt.

Ein Obediencehund muss nicht arbeiten, er will arbeiten.

In diesem Satz zeigt sich der hohe Schwierigkeitsgrad dieser Hundesportart. Die Aufgabe ist es, den Hund so zu trainieren, dass er ohne zusätzliche Motivation (Leckerli, Spielzeug, Herumtoben) über einen langen Zeitraum (bis zu 20 Minuten) hochkonzentriert arbeiten will. Die Ausführung der einzelnen Übungen soll die Motivation für den Hund sein. Natürlich darf/soll der Hund zwischen den Übungen freudig gelobt werden.
Zu den Obedience Übungen zählen z. B.: Verhalten gegenüber anderen Hunden, 2 – 4 Minuten Ablage, auch ohne die Anwesenheit des Hundeführers, die Fußarbeit, das Voraussenden in ein durch Markierungen begrenztes Viereck, die Kontrolle auf Distanz, bei der der Hund mehrere aus 10 – 15m Entfernung gegebene Positionswechsel ausführt, Geruchsunterscheidung, bei der aus mehreren Holzklötzchen jenes gefunden werden muss, welches der Hundeführer in der Hand hatte.
Die Ausführung dieser Sportart verlangt dem Hundeführer hohe Selbstdisziplin, Einfühlungsvermögen in den Hund sowie Freude an exakten Ausführungen ab. Grundsätzlich kann Obedience von jedem Hund ausgeführt werden. Auch wenn keine scheinbar hohe körperliche Anstrengung vom Hund abverlangt wird, muss dieser gesund sein. Aber auch mit leichten Behinderungen (z.B. des Gangwerkes) kann diese Hundesportart ausgeführt werden, denn in erster Linie ist Obedience Kopfarbeit für den Hund. Zur Ausführung dieser Hundesportart sind nur wenige Utensilien notwendig. Hierzu gehören Markierungen, Pylonen (Kegel), Holz- und Metallapportel, kleine Holzzuschnitte für die Geruchsunterscheidung und eine Hürde.
Dadurch, dass es kein starres Schema, z.B. in der Fussarbeit gibt (ein Ringsteward arbeitet die Fussfolgen aus und weist den Hundeführer diese an), ist es möglich, den Bouvier abwechslungsreich zu arbeiten.
Informationen gibt es im Internet unter www.obedience-training.de mit freundlicher Genehmigung von Imke Niewöhner


Clickern + Tricks

eine fantastische Möglichkeit um den Hund auch geistig zu fordern ist die Arbeit mit dem Clicker. Man kann den Clicker als Ausbildungshilfe nutzen und um dem Hund verschiedene Tricks beizubringen. Viele Ideen findet man unter www.SPASS-MIT-HUND.de mit freundlicher Genehmigung von Christina Sondermann

Fortsetzung folgt…..